BARBITURATE
Schnelltest zum visuellen Nachweis von Barbiturate im Urin, 200 ng/ml

Art. C3 18040-1 - PZN 2077277 - 1 Stk. Art. C3 18040PS - PZN 2662107 - 1 Stk.
Kontroll-Lösung
Art. C3 18040 - PZN 2662099 - 20 Stk. Art. C3 18040-ECO - PZN  2698022- 20 Stk.

Einführung: Beim einstufigen Barbiturate-Test handelt es sich um einen qualitativen kompetitiv bindenden Schnell-Immunassay für den Nachweis von Barbiturate im Urin. Vorläufige positive und negative Ergebnisse immer mit zwingenden klinischen Nachweisen und professionellen Urteilsvermögen rechtfertigen. Der Test liefert lediglich vorläufige Daten, die anhand anderer Methoden - wie z.B. GC/MS - bestätigt werden müssen.
Übersicht und Erläuterungen: Sammelbezeichnung für früher häufig verwendete Sedativa, Schlafmittel und Antiepileptika auf Barbitursäurebasis. Heute mit Ausnahme des Phenobarbitals (Luminal®) nicht mehr therapeutisch verwendet Stoffnamen Man unterscheidet:  Ultralang wirkende Barbiturate: wie Barbital (Veronal®, Medinal®), deren Konzentration pro Tag nur 15 bis 20 Prozent fällt, bei einer mittleren Dosis von 0,25 bis 0,50 Gramm . Lang wirkende Barbiturate: wie Phenobarbital (Luminal®, Phenaemal®) und Methylphenobarbital (Prominal®). Mittlere Dosis: 0,1 bis 0,2 Gramm). Nachweisdauer Urin bis zu 3 Wochen.  Mittelang wirkende Barbiturate: Durchschlafmittel wie Heptabarbital, Cyclobarbital, Aprobarbital und Pentobarbital mittlere Dosis: zwischen 0,1 und 0,2 Gramm. Kurz wirkende Barbiturate: Einschlafmittel, die innerhalb weniger Stunden wieder ausgeschieden werden, wie Hexobarbital (Evipan®), mittlere Dosis von 0,25 bis 0,5 Gramm. Nachweiszeit Urin ca. 24 Stunden.  Physiologische Wirkung: Die physiologische Wirkung der Barbiturate besteht bei niedrigen Dosen in einer Beruhigung, bei höheren Dosen im Schlaf und bei sehr hohen Dosen in einer Narkose. Besonders bei ultralang und langwirkenden Barbituraten besteht eine unerwünschte Nebenwirkung in dem sogenannten "hang-over", dh. am nächsten Morgen nach dem durch die Barbiturate ausgelösten Schlaf sind noch 80 bis 90 Prozent der Wirkstoffe im Organismus. Das dadurch hervorgerufene Gefühl der Müdigkeit und Schlappheit wird oft mit Kaffee oder aufputschenden Mitteln (Weckamine bzw. Amphetamine bekämpft. So kann es zu einem Teufelskreis einer kombinierten "Schlaf-Weckmittel-Sucht" kommen. Die größte Gefahr besteht in einer akuten Vergiftung : Bewusstlosigkeit, Atemhemmung und Tod durch Kreislaufversagen. Nach längerem chronischen Missbrauch kommt es zur körperlichen Abhängigkeit mit Symptomen wie Gangstörungen, Händezittern, Lidflattern und Schwitzen. Psychische Wirkung. Die psychische Abhängigkeit wird an erhöhter Reizbarkeit und Jähzorn bei eingeengten Interessen und Antrieben deutlich. Entzug Mitunter kann es - wie beim Alkoholismus - zu einem "Delirium tremens" kommen. Barbituratabhängige müssen eine regelrechte Entziehungskur durchmachen, da ein abrupter Entzug zu epileptischen Krämpfen und Kollapszuständen führen kann
Funktionsprinzip des Verfahrens:
Bei dem einstufigen Barbiturate-Test handelt es sich um ein chromatographisches Absorptionsmittel, in dem die Droge oder ihre Metaboliten in einer Probe mit dem auf einem porösen Membranträgermaterial fixierten Konjugat der Droge um eine begrenzte Anzahl von Antigenbindungsstellen konkurrieren. Markiertes Antikörper-Farbstoff-Konjugat vermischt sich mit dem Probenpräparat und wird von der vorhandenen freien Droge gebunden und bildet dabei Antikörper-Antigen-Komplexe. Dieser Komplex konkurriert mit fixiertem Antigen-Konjugat. in der Testzone und verhindert so die Bildung eines rosaroten Farbstreifens, wenn die Droge in einer über der Nachweisgrenze von 200ng/ml liegenden Konzentration vorliegt. Ungebundenes Farbstoff-Konjugat wird von dem Reagenz in der Kontrollzone gebunden und bildet einen rosaroten Farbstreifen, der die einwandfreie Funktion von Reagenzien und Testträger nachweist.
Lagerung:
Bei Raumtemperatur lagern (unter 28° C) jedoch nicht einfrieren. Kühlung ist nicht erforderlich. Haltbarkeit siehe auch Verfallsdatum.
Probennahme und Vorbereitung:
Eine Urinprobe in einem sauberen trockenen Behälter aus Kunststoff oder Glas ohne Konservierungsmittel sammeln. Urinproben können gekühlt (2-8° C.) bis zu 48 Stunden aufbewahrt werden. Bei längerer Lagerzeit Proben tieffrieren (mindestens -20°C). Tiefgefrorene oder gekühlte Proben vor Durchführung des Tests auf Raumtemperatur bringen. Urinproben, in denen sich ein sichtbarer Niederschlag gebildet hat, müssen gefiltert werden. Nur klare Aliquoten zur Durchführung des Tests verwenden.

Tests im verschweißten Folienbeutel
Hier festhalten
(blaues Feld)

  Testregieon

Ergebnis-Anzeige

Urin-Saugfeld

Zusätzlich benötigtes Material: Sauberer Behälter zur Probengewinnung

Maximale Eintauchtiefe bis zur Markierung = 1,5cm

Testdurchführung (Vorbereitung): Vor Durchführung des Tests die Testmaterialien und die Urinprobe auf Raumtemperatur (15-28° C.) bringen. Die Folienverpackung erst kurz vor Durchführung des Tests öffnen.
Testablauf:
1.  Die Folienverpackung aufreißen und den Testträger entnehmen. Tauchen Sie den Streifen bis zum Ende des Wattefeldes in den Urin ein (siehe Grafik). Teststreifen nicht über die Maximum (Max-Linie) eintauchen.
2.  Warten Sie, bis die Farblinien auf dem Teststreifen erscheinen (ca. 15 sec.)
3.  Testresultat unbedingt innerhalb von 3 - 8 min. ablesen. Später abgelesene Ergebnisse sind nicht relevant.

Testgenauigkeit: Sensitivität = 100%, Spezifität = 100%
Hinweis: Nur für IN VITRO DIAGNOSTIC - Teststreifen nicht über das Verfalldatum hinaus verwenden. Für Kinder unzugänglich aufbewahren

Einschränkungen des Verfahrens: Der Test ist nur zur Verwendung mit menschlichen Urin bestimmt. Obwohl der Test sehr sicher ist, besteht die Möglichkeit, dass es aufgrund des Vorhandenseins störender Substanzen zu falschen Ergebnissen kommt. Bei dem Test handelt es sich um einen qualitativen Screening Assay. Er ist nicht für die Bestimmung quantitativer Konzentrationen bzw. von Vergiftungsgraden geeignet. Verfälschungsmittel wie Bleichmittel oder andere starke Oxidationsmittel können bei Zugabe zu den Urinproben unabhängig von der verwendeten Analysenmethode zu fehlerhaften Ergebnissen führen. Besteht der Verdacht auf Verfälschung, ist der Test an einer neuen Urinprobe zu wiederholen

Negativ
2 Linien sichtbar, keine Droge nachweisbar

Positiv
Nur 1 Linie sichtbar, Droge ist nachweisbar

Ungültig
Keine Linie sichtbar,Test ist ungültig


Referenzen:
  1.) Baselt, R.C., Disposition of Toxic Drugs and Chemicals in Man, Biomedical Publications, Davis, CA, 1982. 2.) Urine Testing for Drugs of Abuse. National Institute of Drugs Abuse (NIDA), Research Monograph, 73, 1986. 3.) Fed.Register, Department of Health Services, Mandatory Guidlins for Federal Workplace Drug Testing Programs, 53, 69. 4.) McBay, A.J., Clin. chen. 33, 33B-40B, 1987. 5.) Gillman, A.G., and Coodman, L.S., The Pharmacological Basis of Therapeutics, eds, Mac Millam Publishing, New York, NY, 1980. 6.) Greenblatt, D.J., Shader, R.I., Barbituratees in Clinical Practice, Raven Press, New York, 1974. 7.) Harvey, R.A. and Champe, P.C. Lippincott´s Illustrated Review, Pharmacology, 91-95, 1922. 8.) Aniline, O., Pittes, F.N., Phencyclidine (PCP), A review and prespectives. CRC Crit. Rev. Toxicol, 1982, 10, 145-177. 9.) Hofmann, F.E., A. Handbook on Drug and Alcohol Abuse: The Biomedical Aspects, Oxford University Press, New York, 1983.                                            
                    

SERO-Med GmbH, Margaretengürtel 100-110, A-1050 Wien, Tel. +43 / (0)1 / 595 3698, Fax +43 / (0)1 / 595 3983, e-Mail: info@seromed.com