BENZODIAZEPIN (BZD)
Schnelltest zum visuellen Nachweis von Benzodiazepin im Urin, 300 ng/ml

Art. C3 18030-1 - PZN 2077283 - 1 Stk. Art. C3 18030PS - PZN 2662113 - 1 Stk.
Kontroll-Lösung
Art. C3 18030 - PZN 2662136 - 20 Stk. Art. C3 18030-ECO - PZN  - 20 Stk.

Einführung: Beim einstufigen Benzodiazepin-Test handelt es sich um einen qualitativen kompetitiv bindenden Schnell-Immunassay für den Nachweis von Benzodiazepin (BZD) im Urin. Vorläufige positive und negative Ergebnisse immer mit zwingenden klinischen Nachweisen und professionellen Urteilsvermögen rechtfertigen. Der Test liefert lediglich vorläufige Daten, die anhand anderer Methoden - wie z.B. GC/MS - bestätigt werden müssen.
Übersicht und Erläuterungen: Bei den Benzodiazepinen (BZD) handelt es sich um eine Gruppe von Medikamenten, die therapeutisch oft als anxiolytische, antikonvulsive und sedative Psychopharmaka eingesetzt werden. Da sie häufig mißbraucht werden sowie zur Gewöhnung und Abhängigkeit führen, gehören diese Mittel zu den am häufigsten verschriebenen Medikationen, die in der toxikologischen Analyse vorkommen. Es kommt nach intravenöser oder schneller oraler Einnahme zu einer raschen Aufnahme der Benzodiazepinen im Gehirn und anderen gut durchbluteten Organen. Später kommt es dann zu einer Phase der Umverteilung in weniger gut durchblutetem Gewebe, insbesondere Muskel- und Fettgewebe. Benzodiazepine werden in der Regel oral eingenommen und von der Leber abgebaut. Zu den Nachweis- und Quantifizierungsmethoden von BZD in biologischen Proben gehören Gas-Chromatographie / Massenspektrometrie (GS/MS). Normalerweise werden Immunoassays zum Screening großer Probenmengen eingesetzt. GC/MS dagegen hat sich als unabhängiges Bestätigungsverfahren bewährt. Bei dem Test handelt es sich um eine einfache, schnelle und visuell abzulesende Screening-Methode bei der keine besonderen Instrumente erforderlich sind.
Funktionsprinzip des Verfahrens:
Bei dem einstufigen Benzodiazepin-Test handelt es sich um ein chromatographisches Absorptionsmittel, in dem die Droge oder ihre Metaboliten in einer Probe mit dem auf einem porösen Membranträgermaterial fixierten BZD-Derivat um eine begrenzte Anzahl von Antigenbindungsstellen konkurrieren. Im Testablauf vermischt sich markiertes Antikörper-Farbstoff-Konjugat von dem fixierten antigen Konjugat in der Testzone „T“ gebunden und läßt dabei einen rosaroten Antikörper-Farbstoff-Konjugat an die freie Droge und bildet dabei einen Antikörper-Antigen-Farbstoff-Komplex. Dieser Komplex konkurriert mit fixiertem Antigen-Konjugat in der Testzone und verhindert so die Bildung eines rosaroten Farbstreifens. Unabhängig vom Testergebnis entsteht in der Kontrollzone „C“ ein Farbstreifen durch eine unspezifische Farbstoff-Konjugat-Sandwichreaktion. Dieser Streifen dient als eingebaute Verfahrenskontrolle, die nachweist, daß Antikörper erkannt werden, prüft, ob die Reagenzien chemisch aktiv sind und bestätigt, daß der Test ordnungsgemäß durchgeführt wurde.
Lagerung: Bei Raumtemperatur lagern (unter 28° C) jedoch nicht einfrieren. Kühlung ist nicht erforderlich. Haltbarkeit siehe auch Verfallsdatum.
Probennahme und Vorbereitung:
Eine Urinprobe in einem sauberen trockenen Behälter aus Kunststoff oder Glas ohne Konservierungsmittel sammeln. Urinproben können gekühlt (2-8° C.) bis zu 48 Stunden aufbewahrt werden. Bei längerer Lagerzeit Proben tieffrieren (mindestens -20°C). Tiefgefrorene oder gekühlte Proben vor Durchführung des Tests auf Raumtemperatur bringen. Urinproben, in denen sich ein sichtbarer Niederschlag gebildet hat, müssen gefiltert werden. Nur klare Aliquoten zur Durchführung des Tests verwenden.

Tests im verschweißten Folienbeutel
Hier festhalten
(blaues Feld)

  Testregieon

Ergebnis-Anzeige

Urin-Saugfeld

Zusätzlich benötigtes Material: Sauberer Behälter zur Probengewinnung

Maximale Eintauchtiefe bis zur Markierung = 1,5cm

Testdurchführung (Vorbereitung): Vor Durchführung des Tests die Testmaterialien und die Urinprobe auf Raumtemperatur (15-28° C.) bringen. Die Folienverpackung erst kurz vor Durchführung des Tests öffnen.
Testablauf:
1.  Die Folienverpackung aufreißen und den Testträger entnehmen. Tauchen Sie den Streifen bis zum Ende des Wattefeldes in den Urin ein (siehe Grafik). Teststreifen nicht über die Maximum (Max-Linie) eintauchen.
2.  Warten Sie, bis die Farblinien auf dem Teststreifen erscheinen (ca. 15 sec.)
3.  Testresultat unbedingt innerhalb von 3 - 8 min. ablesen. Später abgelesene Ergebnisse sind nicht relevant.

Testgenauigkeit: Sensitivität = 100%, Spezifität = 100%
Hinweis: Nur für IN VITRO DIAGNOSTIC - Teststreifen nicht über das Verfalldatum hinaus verwenden. Für Kinder unzugänglich aufbewahren

Einschränkungen des Verfahrens: Der Test ist nur zur Verwendung mit menschlichen Urin bestimmt. Obwohl der Test sehr sicher ist, besteht die Möglichkeit, dass es aufgrund des Vorhandenseins störender Substanzen zu falschen Ergebnissen kommt. Bei dem Test handelt es sich um einen qualitativen Screening Assay. Er ist nicht für die Bestimmung quantitativer Konzentrationen bzw. von Vergiftungsgraden geeignet. Verfälschungsmittel wie Bleichmittel oder andere starke Oxidationsmittel können bei Zugabe zu den Urinproben unabhängig von der verwendeten Analysenmethode zu fehlerhaften Ergebnissen führen. Besteht der Verdacht auf Verfälschung, ist der Test an einer neuen Urinprobe zu wiederholen

Negativ
2 Linien sichtbar, keine Droge nachweisbar

Positiv
Nur 1 Linie sichtbar, Droge ist nachweisbar

Ungültig
Keine Linie sichtbar,Test ist ungültig

Referenzen:  1.) Baselt, R.C., Disposition of Toxic Drugs and Chemicals in Man, Biomedical Publications, Davis, CA, 1982. 2.) Urine Testing for Drugs of Abuse. National Institute of Drugs Abuse (NIDA), Research Monograph, 73, 1986. 3.) Fed.Register, Department of Health Services, Mandatory Guidlins for Federal Workplace Drug Testing Programs, 53, 69. 4.) McBay, A.J., Clin. chen. 33, 33B-40B, 1987. 5.) Gillman, A.G., and Coodman, L.S., The Pharmacological Basis of Therapeutics, eds, Mac Millam Publishing, New York, NY, 1980. 6.) Greenblatt, D.J., Shader, R.I., Benzodiazepines in Clinical Practice, Raven Press, New York, 1974. 7.) Harvey, R.A. and Champe, P.C. Lippincott´s Illustrated Review, Pharmacology, 91-95, 1922. 8.) Aniline, O., Pittes, F.N., Phencyclidine (PCP), A review and prespectives. CRC Crit. Rev. Toxicol, 1982, 10, 145-177. 9.) Hofmann, F.E., A. Handbook on Drug and Alcohol Abuse: The Biomedical Aspects, Oxford University Press, New York, 1983

SERO-Med GmbH, Margaretengürtel 100-110, A-1050 Wien, Tel. +43 / (0)1 / 595 3698, Fax +43 / (0)1 / 595 3983, e-Mail: info@seromed.com