COCAIN / BENZOYLEKGONIN
Schnelltest zum visuellen Nachweis von Cocain / Benzoylekgonin im Urin, 300 ng/ml

Art. C3 12020-1 - PZN 2077426 - 1 Stk. Art. C3 12020PS - PZN 2662633 - 1 Stk.
Kontroll-Lösung
Art. C3 12020 - PZN 2662627 - 20 Stk. Art. C3 12020-ECO - PZN  - 20 Stk.

Einführung: Beim einstufigen COCAIN-Test handelt es sich um einen qualitativen kompetitiv bindenden Schnell-Immunassay für den Nachweis von Benzoylekgonin und ähnlichen Verbindungen im Urin. Vorläufige positive und negative Ergebnisse immer mit zwingenden klinischen Nachweisen und professionellen Urteilsvermögen rechtfertigen. Der Test liefert lediglich vorläufige Daten, die anhand anderer Methoden - wie z.B. GC/MS - bestätigt werden müssen.
Übersicht und Erläuterungen: Cocain ist ein Alkisoid, das in Cocablättern (Erythyroxine Coca) vorkommt. Seine pharmakologischen Eigenschaften, zum Beispiel die stimulierende und euphorisierende Wirkung, sind schon seit Jahrhunderten bekannt. Cocain wird in der Medizin als lokales Anästhetikum verwendet, doch das Abhängigkeitspotential dieses Mittels hat seinen täglichen Einsatz bereits minimiert. Cocain wird meistens durch intravenöse Injektion, Schnupfen und Inhalieren der Dämpfe beim Erhitzen der freien Base (Rauchen) selbst verabreicht. Die Verfügbarkeit von „Crack“ (einer auf der Straße erhältlichen Abart der freien Base) hat die Einnahme auf dem zuletzt genannten Weg stark verbreitet. Der Abbau von Cocain wird überwiegend über seine Biotransformation gesteuert. In den ersten Stunden ist nur eine sehr niedrige Cocain-Konzentration im Urin nachweisbar. Benzoylekgonin, ein hydrolytisches Abbauprodukt, bleibt 48 Stunden lang in einer nachweisbaren Konzentration im Urin vorhanden. Zum Nachweis von Benzoylekgonin im Urin bei Konzentrationen von mindestens 300ng/ml, der vom National Institute on Drug Abuse festgelegten Sensitivität, sind spezielle Immunassays entwickelt worden. Der einstufige Cocain-Test verwendet eine einzigartige Kombination aus mono- und polyklonalen Antikörpern, die mit hoher Sensitivität gezielt Cocain und seine wichtigsten Metaboliten in Urinproben nachweisen können. Bei dem Test handelt es sich um eine einfache, schnelle und visuell abzulesende Screening-Methode, bei der keine besonderen Instrumente erforderlich sind.
Funktionsprinzip des Verfahrens:
Bei dem einstufigen Cocain-Test handelt es sich um ein chromatographisches Absorptionsmittel, in dem die Droge oder ihre Metaboliten in einer Probe mit dem auf einem porösen Membranträgermaterial fixierten Konjugat der Droge um eine begrenzte Anzahl von Antigenbindungsstellen konkurrieren. Im Testablauf vermischt sich markiertes Antikörper-Farbstoff-Konjugat von dem fixierten antigen Konjugat mit dem Urin und wandert durch den Testträger. Liegt die Benzoylekgonin-Konzentration unter 300ng/ml - der Nachweisgrenze des Tests - wird das freie Antikörper-Farbstoff-Konjugat von dem fixierten Antigen-Konjugat in der Testzone „T“ gebunden und lässt dabei einen rosaroten Farbstreifen entstehen, der auf ein negatives Ergebnis hindeutet. Liegt im anderen Fall allerdings eine Benzoylekgonin-Konzentration über der Nachweisgrenze vor, bindet sich das Antikörper-Farbstoff-Konjugat an die freie Droge und bildet dabei einen Antikörper-Antigen-Farbstoff-Komplex. Dieser Komplex konkurriert mit fixiertem Antigen-Konjugat in der Testzone und verhindert so die Bildung eines rosaroten Farbstreifens. Unabhängig vom Testergebnis entsteht in der Kontrollzone „C“ ein Farbstreifen durch eine unspezifische Farbstoff-Konjugat-Sandwichreaktion. Dieser Streifen dient als eingebaute Verfahrenskontrolle, die nachweist, dass Antikörper erkannt werden, prüft, ob die Reagenzien chemisch aktiv sind und bestätigt, dass der Test ordnungsgemäß durchgeführt wurde.

Lagerung: Bei Raumtemperatur lagern (unter 28° C) jedoch nicht einfrieren. Kühlung ist nicht erforderlich. Haltbarkeit siehe auch Verfallsdatum.
Probennahme und Vorbereitung:
Eine Urinprobe in einem sauberen trockenen Behälter aus Kunststoff oder Glas ohne Konservierungsmittel sammeln. Urinproben können gekühlt (2-8° C.) bis zu 48 Stunden aufbewahrt werden. Bei längerer Lagerzeit Proben tieffrieren (mindestens -20°C). Tiefgefrorene oder gekühlte Proben vor Durchführung des Tests auf Raumtemperatur bringen. Urinproben, in denen sich ein sichtbarer Niederschlag gebildet hat, müssen gefiltert werden. Nur klare Aliquoten zur Durchführung des Tests verwenden.

Tests im verschweißten Folienbeutel
Hier festhalten
(blaues Feld)

  Testregieon

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Urin-Saugfeld

Zusätzlich benötigtes Material: Sauberer Behälter zur Probengewinnung

Maximale Eintauchtiefe bis zur Markierung = 1,5cm

Testdurchführung (Vorbereitung): Vor Durchführung des Tests die Testmaterialien und die Urinprobe auf Raumtemperatur (15-28° C.) bringen. Die Folienverpackung erst kurz vor Durchführung des Tests öffnen.
Testablauf:
1.  Die Folienverpackung aufreißen und den Testträger entnehmen. Tauchen Sie den Streifen bis zum Ende des Wattefeldes in den Urin ein (siehe Grafik). Teststreifen nicht über die Maximum (Max-Linie) eintauchen.
2.  Warten Sie, bis die Farblinien auf dem Teststreifen erscheinen (ca. 15 sec.)
3.  Testresultat unbedingt innerhalb von 3 - 8 min. ablesen. Später abgelesene Ergebnisse sind nicht relevant.

Testgenauigkeit: Sensitivität = 100%, Spezifität = 100%
Hinweis: Nur für IN VITRO DIAGNOSTIC - Teststreifen nicht über das Verfalldatum hinaus verwenden. Für Kinder unzugänglich aufbewahren

Einschränkungen des Verfahrens: Der Test ist nur zur Verwendung mit menschlichen Urin bestimmt. Obwohl der Test sehr sicher ist, besteht die Möglichkeit, dass es aufgrund des Vorhandenseins störender Substanzen zu falschen Ergebnissen kommt. Bei dem Test handelt es sich um einen qualitativen Screening Assay. Er ist nicht für die Bestimmung quantitativer Konzentrationen bzw. von Vergiftungsgraden geeignet. Verfälschungsmittel wie Bleichmittel oder andere starke Oxidationsmittel können bei Zugabe zu den Urinproben unabhängig von der verwendeten Analysenmethode zu fehlerhaften Ergebnissen führen. Besteht der Verdacht auf Verfälschung, ist der Test an einer neuen Urinprobe zu wiederholen

Negativ
2 Linien sichtbar, keine Droge nachweisbar

Positiv
Nur 1 Linie sichtbar, Droge ist nachweisbar

Ungültig
Keine Linie sichtbar,Test ist ungültig

Referenzen:  1.) Baselt, R.C., Disposition of Toxic Drugs and Chemicals in Man, Biomedical Publications, Davis, CA, 1982. 2.) Urine Testing for Drugs of Abuse. National Institute of Drugs Abuse (NIDA), Research Monograph, 73, 1986. 3.) Fed.Register, Department of Health Services, Mandatory Guidlins for Federal Workplace Drug Testing Programs, 53, 69. 4.) McBay, A.J., Clin. chen. 33, 33B-40B, 1987. 5.) Gillman, A.G., and Coodman, L.S., The Pharmacological Basis of Therapeutics, eds, Mac Millam Publishing, New York, NY, 1980. 6.) Greenblatt, D.J., Shader, R.I., Benzodiazepines in Clinical Practice, Raven Press, New York, 1974. 7.) Harvey, R.A. and Champe, P.C. Lippincott´s Illustrated Review, Pharmacology, 91-95, 1922. 8.) Aniline, O., Pittes, F.N., Phencyclidine (PCP), A review and prespectives. CRC Crit. Rev. Toxicol, 1982, 10, 145-177. 9.) Hofmann, F.E., A. Handbook on Drug and Alcohol Abuse: The Biomedical Aspects, Oxford University Press, New York, 1983

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