PHENCYCLIDIN (PCP)
Schnelltest zum visuellen Nachweis von Phencyxlidin im Urin, 25 ng/ml

Art. C3 14030-1 - PZN 2078489 - 1 Stk. Art. C3 14030PS - PZN 2663124 - 1 Stk.
Kontroll-Lösung
Art. C3 14030 - PZN 2663130 - 20 Stk. Art. C3 14030-ECO - PZN  - 20 Stk.

Verwendungszweck des Tests: Beim einstufigen Phencyclidin-Test handelt es sich um einen qualitativen kompetitiv bindenden Schnell-Immunassay für den Nachweis von Phencyclidinhydrochlorid im Urin. Vorläufige positive und negative Ergebnisse immer mit zwingenden klinischen Nachweisen und professionellem Urteilsvermögen rechtfertigen. Der Test liefert lediglich vorläufige Daten, die anhand anderer Methoden - wie z.B. GC/MS - bestätigt werden müssen.
Übersicht und Erläuterungen: Phencyclidinhydrochlorid, das unter dem Namen „angel dust“ bekannt ist, wird wegen seiner halluzinogenen Wirkung gern als Entspannungsdroge verwendet. In der Regel wird PCP durch intravenöse Injektion oder durch Inhalation selbst verabreicht und sammelt sich sehr schnell im Fettgewebe und im Gehirn an. Ausscheidungsmuster unterliegen von Individiuum zu Individuum breiten Schwankungen. Zu den in der Vergangenheit verwendeten Methoden zum Nachweis von Phencyclidin in biologischen Flüssigkeiten gehörten Dünnschichtchromatographie, Gaschromatographie, UV-Spektroskopie, Enzym-Immunoassays und Radio-Immunoassays. Während bestimmte Bestätigungsverfahren (nicht GC/MS) für einige Drogen ausreichen mögen, gilt die GC/MS anerkanntermassen als leistungsfähiges Nachweisverfahren für alle Drogen, weil sie das höchste Maß an Sicherheit im Ergebnis bietet. Bei dem  einstufigen Phencyclidin-Test handelt es sich um eine einfache, schnelle und visuell abzulesende Screening-Methode, bei der keine Instrumente erforderlich sind. Die Testanordnung  verwendet eine einzigartige Kombination aus mono- und polyklonalen Antikörpern, die mit hoher Sensitivität gezielt Phencyclidin in Urinproben  nachweisen können.
Funktionsprinzip des Verfahrens:
Bei dem einstufigen Phencyclidin-Test handelt es sich um ein chromatographisches Absorptionsmittel, in dem die Droge oder ihre Metaboliten in einer Probe mit dem auf einem porösen Membranträgermaterial fixierten Konjugat der Droge um eine begrenzte Anzahl von Antigenbindungsstellen konkurrieren. Markiertes Antikörper-Farbstoff-Konjugat vermischt sich mit dem Probenpräparat und wandert durch den Testträger. Ist kein PCP vorhanden bzw. liegt die Konzentration unterhalb der Nachweisgrenze des Tests, wird freies Antikörper-Farbstoff-Konjugat von dem in der Tsetzone „T“ fixierten Antigen Konjugat gebunden und lässt dabei einen rosaroten Farbstreifen sichtbar werden. Liegt das PCP in einer Konzentration unterhalb der Nachweisgrenze vor, bindet sich das Antikörper-Farbstoff-Konjugat an das Antigen und bildet dabei einen Antikörper-Farbstoff-Komplex. Ist das gesamte Antikörper- Farbstoff-Konjugat in Form eines Komplexes gebunden, bleibt das fixierte Antigen in der Testzone unverändert und kein rosaroter Teststreifen wird sichtbar. Unabhängig von der Konzentration der Droge entsteht ein Kontrollstreifen in der Kontrollzone „C“, wenn der Test einwandfrei funktioniert. Bei einer negativen Probe werden deutlich zwei Farbstreifen sichtbar – einer in der Testzone „T“ und der andere in der Kontrollzone „C“. Bei positiven Proben entsteht nur ein Farbstreifen in der Kontrollzone.

Lagerung:
Bei Raumtemperatur lagern (unter 28° C) jedoch nicht einfrieren. Kühlung ist nicht erforderlich. Haltbarkeit siehe auch Verfallsdatum.
Probennahme und Vorbereitung:
Eine Urinprobe in einem sauberen trockenen Behälter aus Kunststoff oder Glas ohne Konservierungsmittel sammeln. Urinproben können gekühlt (2-8° C.) bis zu 48 Stunden aufbewahrt werden. Bei längerer Lagerzeit Proben tieffrieren (mindestens -20°C). Tiefgefrorene oder gekühlte Proben vor Durchführung des Tests auf Raumtemperatur bringen. Urinproben, in denen sich ein sichtbarer Niederschlag gebildet hat, müssen gefiltert werden. Nur klare Aliquoten zur Durchführung des Tests verwenden.

Tests im verschweißten Folienbeutel
Hier festhalten
(blaues Feld)

  Testregieon

Ergebnis-Anzeige

Urin-Saugfeld

Zusätzlich benötigtes Material: Sauberer Behälter zur Probengewinnung

Maximale Eintauchtiefe bis zur Markierung = 1,5cm

Testdurchführung (Vorbereitung): Vor Durchführung des Tests die Testmaterialien und die Urinprobe auf Raumtemperatur (15-28° C.) bringen. Die Folienverpackung erst kurz vor Durchführung des Tests öffnen.
Testablauf:
1.  Die Folienverpackung aufreißen und den Testträger entnehmen. Tauchen Sie den Streifen bis zum Ende des Wattefeldes in den Urin ein (siehe Grafik). Teststreifen nicht über die Maximum (Max-Linie) eintauchen.
2.  Warten Sie, bis die Farblinien auf dem Teststreifen erscheinen (ca. 15 sec.)
3.  Testresultat unbedingt innerhalb von 3 - 8 min. ablesen. Später abgelesene Ergebnisse sind nicht relevant.

Testgenauigkeit: Sensitivität = 100%, Spezifität = 100%
Hinweis: Nur für IN VITRO DIAGNOSTIC - Teststreifen nicht über das Verfalldatum hinaus verwenden. Für Kinder unzugänglich aufbewahren

Einschränkungen des Verfahrens: Der Test ist nur zur Verwendung mit menschlichen Urin bestimmt. Obwohl der Test sehr sicher ist, besteht die Möglichkeit, dass es aufgrund des Vorhandenseins störender Substanzen zu falschen Ergebnissen kommt. Bei dem Test handelt es sich um einen qualitativen Screening Assay. Er ist nicht für die Bestimmung quantitativer Konzentrationen bzw. von Vergiftungsgraden geeignet. Verfälschungsmittel wie Bleichmittel oder andere starke Oxidationsmittel können bei Zugabe zu den Urinproben unabhängig von der verwendeten Analysenmethode zu fehlerhaften Ergebnissen führen. Besteht der Verdacht auf Verfälschung, ist der Test an einer neuen Urinprobe zu wiederholen

Negativ
2 Linien sichtbar, keine Droge nachweisbar

Positiv
Nur 1 Linie sichtbar, Droge ist nachweisbar

Ungültig
Keine Linie sichtbar,Test ist ungültig

Referenzen:  1.) Baselt, R.C., Disposition of Toxic Drugs and Chemicals in Man, Biomedical Publications, Davis, CA, 1982. 2.) Urine Testing for Drugs of Abuse. National Institute of Drugs Abuse (NIDA), Research Monograph, 73, 1986. 3.) Fed.Register, Department of Health Services, Mandatory Guidlins for Federal Workplace Drug Testing Programs, 53, 69. 4.) McBay, A.J., Clin. chen. 33, 33B-40B, 1987. 5.) Gillman, A.G., and Coodman, L.S., The Pharmacological Basis of Therapeutics, eds, Mac Millam Publishing, New York, NY, 1980. 6.) Greenblatt, D.J., Shader, R.I., Benzodiazepines in Clinical Practice, Raven Press, New York, 1974. 7.) Harvey, R.A. and Champe, P.C. Lippincott´s Illustrated Review, Pharmacology, 91-95, 1922. 8.) Aniline, O., Pittes, F.N., Phencyclidine (PCP), A review and prespectives. CRC Crit. Rev. Toxicol, 1982, 10, 145-177. 9.) Hofmann, F.E., A. Handbook on Drug and Alcohol Abuse: The Biomedical Aspects, Oxford University Press, New York, 1983

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