MALARIA Card-Test
Einleitung und Erläuterungen zum Test  - Art. C9 S8400-1 - PZN 2078532 - 1 Stk.
Art. C9 S8400-5 - PZN 3012989 - 5 Stk. -
Art. C9 S8400 - PZN 3012972 - 25 Stk.

Malaria
Immunchromatographischer Schnelltest zum qualitativen Nachweis von Plasmodium falciparum (P.f.)
Plasmodium vivax (P.v.), Plasmodium malariae (P.m.) und Plasmodium ovale (P.o.) Antigen aus Vollblut

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Testprinzip: Der Malaria Test ist ein immundiagnostischer Schnelltest zum Nachweis von Plasmodium falciparum (P. f.), Plasmodium vivax(P. v.), Plasmodium malariae (P. m.) und Plasmodium ovale (P. o.) aus Vollblut. Im Test kommen zwei Antikörper zum Einsatz, die auf den Teststreifen aufgebracht wurden. Ein Antikörper richtet sich spezifisch gegen das Histidinreiche Protein II Antigen von P. falciparum (P.f. HRPII), der andere Antikörper ist spezifisch für ein Antigen, das in allen vier Arten P.f., P.v., P.m. und P.o. vorkommt. Eine Kontrollbande wurde ebenfalls auf den Teststreifen aufgebracht. Sie erscheint immer im oberen Bereich des Fensters (Bereich C) und zeigt eine korrekte Testdurchführung an. Vollblut (15µl) wird auf das mit goldkonjugierten Antikörpern gegen die Malaria-Erreger imprägnierte Probenfeld aufgetragen. Im Falle einer positiven Probe binden die Erreger-Antigene an die goldkonjugierten Antiköper auf dem Probenfeld, der Immunkomplex wandert entlang des Teststreifens und wird von den immobilisierten Antikörpern gebunden. Es erscheinen eine oder zwei rosafarbende Banden im unteren Bereich des Ergebnisfensters. Im Falle einer negativen Probe bilden sich keine Banden im unteren Bereich des Ergebnisfensters.
Verwendungszweck des Tests: Der Schnelltest  ist ein qualitativer Test und basiert auf einem 2-Stufen Sandwich Immunoassay für die qualitative Bestimmung von P. falciparum spezifischen proteinreichen –2 (Pf HRP-2) Histidine in Blutproben.
Übersicht und Erläuterungen: Vier Arten von Plasmodium Parasiten (P.falciparum, P.vivax, P.ovale und P.malarie) sind für Infektionen von Malaria bei Menschen verantwortlich. Von diesen ist P.falciparum weltweit am häufigsten verantwortlich für Morbidität und Mortalität. Die frühe Erkennung von Falciparum Malaria ist von höchster Wichtigkeit aufgrund der Vorkommnisse von cerebral Malaria welche mit Drogenresitenz einhergeht. Pf HRP-2 ist ein wasserlösliches Protein, welches von parasitischen Erythrocyten der infizierten Teile abgegeben wird und charakteristisch für P.falciparum ist.
Funktionsprinzip des Verfahrens: Bei dem MALARIA-Test für die Bestimmung von P.falciparium Malaria handelt es sich um ein Immun-chromatographisches Testprinzip, in dem die Probe zusammen mit der Pufferlösung auf einem porösen Membranträgermaterial fixierten farbmarkierten Pf HRP-2 Antiserum (monoclonales Gold-Konjugat) eine Verbindung mit den Pf HRP-2 in der lysierten Probe eingeht. Dieser Komplex wandert durch die Membrane zur Test-Region, welche mit immobilisierten Anti Pf HRP-2 (monoclonal) Antisera markiert ist und zu einer Bildung eines rosa Streifens führt, welcher ein positives Ergebnis (rosa Linie in der Test-Region) bestätigt. Das fehlen des rosa Streifens in der Test-Region zeigt ein negatives Resultat an. Das nicht reagierende Konjugat und eventell ungebundene Komplexe wandern weiter die Membran entlang wo sie durch ein Antikörper-Maus-Konjugat in der Kontrollzone immobilisiert werden und einen rosa Streifen bilden. Dieser Streifen weist die einwandfreie Funktion von Reagenzien und Testträger nach.
Vorsichtsmaßnahmen und Sicherheitshinweise: Um optimale Ergebnisse zu erzielen, muss die Durchführung genau nach Testanleitung erfolgen. Alle Reagenzien müssen vorsichtig und genau aufgebracht werden. Gebrauchte Testkarten sind potentiell infektiös. Karten nicht wieder öffnen oder erneut verwenden. Biologische Kontamination von zusätzlich verwendeten Materialien, Behältern oder Reagenzien können das Testergebnis verfälschen. Sicherheitsanweisungen zur Vermeidung von Infektionen beim Umgang mit Patientenproben während der gesamten Testdurchführung genau einhalten. Testkarten und Reagenzien nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums nicht mehr verwenden. Packungen trocken lagern. Reagenz A enthält Natriumazid als Konservierungsstoff. Natriumazid ist giftig und sollte daher mit der nötigen Vorsicht gehandhabt werden. Verschlucken und Hautkontakt vermeiden. Natriumazid kann mit Blei oder Kupfer explosive Metallsalze bilden. Verschüttetes Reagenz mit ausreichend Wasser spülen. Keine Reagenzien unterschiedlicher Charge zusammen verwenden.
PROBENNAHME
:
Frisches Blut oder Blut mit Antikoagulant sollte als Testmaterial verwendet werden. EDTA, Heparin oder Oxalat sind passende Antikoagulante. Das Testmaterial in saubere Behälter aus Kunststoff oder Glas ohne Konservierungsmittel sammeln. Wenn ein sofortiger Test mit frischem Blut nicht erfolgen kann, so können Proben gekühlt (2 - 8°C.) bis zu 72 Stunden aufbewahrt werden. Geronnenes oder kontaminiertes Blut sollte nicht für den Test verwendet werden.
TESTDURCHFÜHRUNG (Vorbereitung): Vor Durchführung des Tests die Testmaterialien und die Probe auf Raumtemperatur (15-30° C.) bringen. Die Alufolienverpackung erst kurz vor Durchführung des Tests öffnen. Mischen Sie die Probe durch Schwenken des Containers.

Packungsinhalt:  
- Einzeln eingeschweißte Testkarte
- Kapillarröhrchen
- Malaria Reagenz A (enthält 0,05% Natriumazid)
- Transferpipette

-
Produktanleitung
- Lanzette

TESTABLAUF:


1. Testkarte unmittelbar vor der Testung aus der Umhüllung nehmen. Karte öffnen und flach auf die Arbeitsfläche legen.

2. Blut nach Punktion aus Fingerbeere oder Ferse mit Hilfe der beigefügten EDTA Kapillare entnehmen oder venöses Blut in EDTA Röhrchen sammeln. Versichern Sie sich, dass die Kapillare vollständig gefüllt ist. 

Alternativ können auch 15µl Blut mit einer Mikropipette eingesetzt werden.

3. Blut von der Kapillare vorsichtig auf die gesamte Oberfläche des LILA farbenen Probenfeldes geben (siehe Abb.). Kapillare hierzu senkrecht halten und das untere Ende vorsichtig auf mehrere Stellen des Probenfeldes auftupfen. Es wird nicht das gesamte Blut aus der Kapillare benötigt. Sobald das Probenfeld mit Blut gesättigt ist, Kapillare verwerfen. Bei Benutzung einer Mikropipette 15µl Blut auf das Probenfeld pipettieren. Stellen Sie sicher, dass die Blutprobe langsam auf den unteren Bereich des Probenfeldes aufgebracht wird. Blutprobe nicht schnell und auf einmal auf das Feld auftragen, sondern tropfenweise. WICHTIG: falsches Auftragen kann zum Testversagen führen!
4. Zwei Tropfen Reagenz A auf das weiße Feld direkt unterhalb des lilafarbenen Probenfeldes geben. 5. Vier Tropfen Reagenz A auf das Feld am oberen Rand der linken Seite der Testkarte geben.
6. Abziehfolie am rechten Rand der Testkarte entfernen und verwerfen, Testkarte jedoch noch nicht schließen. 7. Abwarten, bis das Blut entlang des gesamten Teststreifens nach oben gelaufen ist. Das lysierte Blut muss das weiße Absorptionsfeld am oberen Ende des Testreifens erreichen.
8. Testkarte danach sofort schließen. Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, die Kartenhälften am gesamten rechten Rand zusammendrücken; die Diffusion der Reagenzien wird dadurch unterstützt. Zeitmessung beginnen.

9. Nach 10 Minuten Ergebnisse im Sichtfenster ablesen. Stark positive Ergebnisse können schon früher sichtbar werden. Zur Interpretation Punkt 8 der Gebrauchsanleitung beachten.

Negatives Testergebnis: Der Test ist negativ, wenn nur die Bande C erscheint. Ungültiges Testergebnis: Das Testergebnis ist ungültig, wenn die Bande C nicht erscheint. Test mit neuer Testkarte wiederholen.

Positives Testergebnis: 
P. f. Infektion:
Ein positives Testergebnis wird durch eine sichtbare Bande im Testfenster im Abschnitt T1 in Verbindung mit einer Bande im Bereich C angezeigt.

P.f. Infektion oder Mischinfektion (P.f., P.o., P.m., P.v.): Ein positives Ergebnis wird durch eine sichtbare Bande im Bereich T1 und T2 in Verbindung mit einer Bande im Abschnitt C angezeigt.

P. v., P.m., P.o. oder Mischinfektion aller drei Arten: Ein positives Ergebnis wird durch eine sichtbare Bande im Bereich T2 in Verbindung mit einer Bande im Abschnitt C angezeigt.

WICHTIG: Blut muss vor Zugabe der Pufferlösung komplett von der Membrane aufgesaugt werden. Nach 10 Minuten das Testergebnis ablesen. Längeres Warten kann zu ungenauen Ergebnissen führen. Um Missverständnisse zu vermeiden, ist der Testträger nach Ablesen des Ergebnisses zu beseitigen.
Beschränkungen des Tests und Hinweise: Der Test kann Infektionen verursacht durch P. falciparumoder durch P. vivax, P. malariae oder P. ovale nachweisen. Mischinfektionen werden zwar nachgewiesen, aber nicht spezifiziert, da der Antikörper, der in der zweiten Bande verwendet wird, mit P.f., P.v., P.m. und P.o. reagieren kann. Die Leistungsdaten dieses Tests wurden ausschließlich mit P.f. und P.v. enthaltenden Proben ermittelt. Gelegentlich kann es auch noch mehrere Tage nach der Behandlung mit Malariamedikamenten zum Nachweis von residualem P. f. HRPII-Antigen kommen. Zur Diagnostik und Gesamtbeurteilung des Patienten sollten auch alle anderen klinischen Befunde und Laborwerte mit einbezogen werden.
Qualitätssicherung: Eine interne Verfahrenskontrolle ist in den Test eingebaut, um eine ordnungsgemäße Funktion und Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Die Verwendung einer externen Kontrolle wird empfohlen, um die einwandfreie Funktion des Tests zu prüfen. Qualitätssicherungsproben sind entsprechend den vom Testlabor erstellten qualitätstechnischen Anforderungen zu testen.
Testgenauigkeit: Results: Reference Method: PCR and Microscopy. Total Malaria Malaria P.f. Malaria P.v. - Sensitivity 91.7% (22/24) 95% (21/22) 100% (1/1) - Specificity 100% (30/30)
Reference Method: P. falciparumsensitivity versus Microscopy only Malaria P.f. - Sensitivity 100% (20/20) - Specificity 97%* (31/32)
Lagerung: Bei Raumtemperatur lagern, (4 - 30° C.) jedoch nicht einfrieren. Kühlung ist nicht erforderlich. Haltbarkeit siehe auch Verfallsdatum.

Warnhinweise: Nur für diagnostische in vitro-Versuche verwenden. Teststreifen nicht über das Verfalldatum hinaus verwenden. Für Kinder unzugänglich aufbewahren. Wenn Sie mit dem Test begonnen haben, muss der Test ohne Unterbrechung in den empfohlenen Zeitlimits zu Ende gebracht werden um gültige Resultate zu erzielen. Im Arbeitsbereich weder rauchen, essen oder trinken. Das Probenmaterial kann infektiös sein. Behandeln Sie alle Materialien so, als würden Sie infektiös sein. Alle Testkomponenten ordnungsgemäß behandeln. Nach Testdurchführung alle Utensilien in den Kunststoffbeutel geben, in welchem die Testkomponenten verpackt waren und in einem speziell hierfür vorgesehenen Behälter für biologischen Sondermüll entsorgen oder alle Materialien 1 Stunde bei 121,5°C. autoklavieren, in eine 1%-ige Sodium Hypochlorid-Lösung geben und entsorgen.

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