Multi-Drug – STANDARD 6
Ein-Stufen-Multi-Drug-Test zum Nachweis von Drogen im Urin (Stand 01/2003)

Art. C3 23005-1 - PZN 1875108 - 1 Stk.

Art. C3 23005 - PZN 2662917 - 5 Stk.

Art. C3 23000 - PZN 2662923 - 10 Stk.

Allgemeines: Weltweiter Drogenmissbrauch entwickelt sich zu einem immer größer werdenden signifikanten sozialen und ökonomischen Problem. Opiate, Kokain, THC und Amphetamine werden von der U.S: Gesundheitsbehörde für Missbrauch und psychische Gesundheit (früher: Nationales Institut für Drogenmissbrauch) als die häufigsten illegalen Drogen registriert. Benzodiazepine und Opiat-Komponenten sind in Gruppen ärztlich verordneter Drogen enthalten, die ebenfalls häufig missbräuchlich eingenommen werden. Die Komponenten der Opiat-Gruppe, die ein positives Testergebnis zeigen, umfassen unerlaubte Opiate als auch Codeinhaltige Hustenmittel und Anti-Durchfallmittel. Die Drogen treten ebenfalls auf bei Behandlung in der Notfall-Aufnahme.
Anwendungsgebiete: Der Multi-Drug Mehrfachtest ist ein schneller, kompetitiv-bindender Immunoassay  zum qualitativen Nachweis der Hauptmetaboliten der folgenden Drogen in Urinproben innerhalb spezifischer Nachweisgrenzen. Dieser Test erlaubt nur ein vorläufiges Testergebnis. Um ein definitives analytisches Resultat zu erzielen, müssen alternativ sehr spezifische Untersuchungen durchgeführt werden. Gaschromatographie / Massenspektometrie (GC / MS) sind bewährte Methoden zur Bestätigung dieser Nachweise. Es stehen auch andere chemische Nachweismethoden zur Verfügung. Klinische Überlegungen und ein profesionelles Urteil sollten bei jedem Test zum Drogenmissbrauch berücksichtigt werden, besonders dann, wenn ein vorläufiges positives Ergebnis vorliegt.
Testprinzip: Der Multi-Drug Drogentest besteht aus einer  chromatographisch absorbierenden Grundlage, in  der die sich in der Urinprobe befindlichen Drogen bzw. Drogenmetabolite auf der porösen Membran mit immobilisierten Konjugaten reagieren und anschließend um die limitierte Antikörperbindungsstelle konkurieren. Der Einsatz von Antikörpern, die spezifisch sind für die Metaboliten der nachzweisenden Drogengruppen, ermöglicht den simultanen Nachweis der unterschiedlichen Drogen in einer einzigen Probe. Bei der Testdurchführung wandert der Urin mit Farbstoffmarkierten Antikörperkonjugaten vermischt durch das Testgerät. Wenn der Urin-Drogengehalt für einer dieser Drogengruppen unter der Test-Nachweisgrenze für  diese Droge liegt, erscheint eine rosa-pink farbige Linie in der Nachweiszone für diese Droge. Wenn der Urin-Drogengehalt für eine der spezifischen Drogengruppen die Nachweisgrenze erreicht oder überschreitet, verhindern freie Drogensubstanzen in der Probe, dass sich die Antikörper-Farbkonjugate für diese Drogengruppe an immobilisierte Drogenkonjugate binden, es erscheint keine rosa-pinkfarbige Linie in der Drogen-Nachweiszone für diese Droge. Unabhängig von dem Testergebnis erscheint eine identische Farblinie in der Kontrollzone ©  durch eine nicht-spezifische Sandwich Farb-Konjugatreaktion. Diese Linie fungiert als eine eingebaute Kontrollfunktion und zeigt die Reaktivität der Antikörper sowie die chemische Aktivität der Reagenzien an und bestätigt, dass der Test korrekt durchgeführt worden ist.

Der Test besteht aus:
1.) Beschreibung bzw. Testanleitung
2.) Testkassette (beiliegenden Beutel mit Trockensubstanz verwerfen)
3.) Transferpipette


Weiteres benötigtes Zubehör
1.) Kurzzeituhr oder Stoppuhr
2.) Urinproben-Sammelbehälter

Lagerung: Lagern Sie die Testpackungen bei Zimmertemperatur,  jedoch nicht über 28°C. Nicht einfrieren!

Testparameter Nachweissubstanz Nachweisgrenze Testparameter Nachweissubstanz Nachweisgrenze
M-AMP Methamphetamin 500 ng/ml AMP Amphetamin 1000 ng/ml
MOR Morphin 300 ng/ml COC Benoylecgonin 300 ng/ml
THC Tetrahydrocannabinol 50 ng/ml BZD Benzodiazepin 300 ng/ml
Besondere Hinweise: Nur für die in-vitro-Diagnostik bestimmt. Verwenden Sie diese Testpackung nicht nach Ablauf des Verfalldatums. Urinproben können infektiös sein. Behandeln und entsorgen Sie die Proben und alle Testmaterialien entsprechend sorgfältig und vorschriftsmäßig in geeigneten Laborabfallbehältern.
Probengewinnung und Vorbereitung: Sammeln Sie eine Urinprobe in einem sauberen, trockenen Glas- oder Plastik-Behälter, ohne Zusatz von Konservierungsmitteln. Urinproben können bei 2 – 8°C gekühlt für 48 Stunden gelagert werden. Bei längerer Lagerung sollten die Proben bei –20°C eingefroren werden.

1.)  Bringen Sie den noch originalverpackten Test und die Urinproben auf Raumtemperatur (15 - 28°C)
2.)  Verpackung öffnen und Testplatte entnehmen
3.)  Stellen Sie die Platte auf eine glatte und saubere Arbeitsfläche. Halten Sie die Pipette vertikal und geben
Sie 6 Tropfen Urin auf das Aufnahmefeld
4.)  Warten Sie 10 Minuten und lesen Sie dann das Ergebnis ab.  Wichtig:  Ergebnisse die nach 10 min. abgelesen werden sind nicht relevant. Test direkt nach dem Ablesen der Ergebnisse entsorgen

Beispiel  einer Testauswertung

Positiv:

Test  1


Negativ:
Test  2
Test  3
Test  4
Test  5
Test  6
Ungültig: Wenn keine farbigen Linien erscheinen, weder in der Kontrollregion (C) noch in der Testregion (1, 2, 3, 4, 5, 6), ist der Test ungültig. Unter keinen Umständen darf der Test vor dem Erscheinen der Kontrolllinie als positiv bewertet werden. Falls in der Kontrollregion (C) keine Linie erscheint, muss der Test mit einer neuen Probe und einer neuen Testkassette wiederholt werden

Erwartete Ergebnisse: Der Test ist ein qualitativer Immunoassay. Die Konzentration der Droge und / oder des Drogenmetaboliten im Urin kann nicht bestimmt werden. Der Test differenziert zwischen positiven und negativen Proben anhand festgelegter Nachweisgrenzen. Der Vergleich der spezifischen Nachweisgrenze mit anderen Methoden ist spezifiziert auf einem entsprechenden Datenblatt
Qualitätskontrolle: Interne eingebaute Testkontrollen © garantieren, dass die Testeinheit einwandfrei arbeitet und der Test korrekt durchgeführt wurde. Die Bildung des rosa-pinkfarbigen Streifen in der Kontrollzone © nach 10 Minuten zeigt, dass der Antikörper reaktiv ist, die Reagenzien chemisch aktiv sind und bestätigt, dass der Test korrekt durchgeführt worden ist. Positive Urinproben über der erfassten Nachweisgrenze bilden keinen rosa-pinkfarbigen Streifen in der speziellen Testzone. Negative Urinkontrollen erzielen eine rosa-pinkfarbige Linie in der entsprechenden Testzone. Der Einsatz einer positiven Urinkontrolle, mit einer um 25% höheren Konzentration als die der Nachweisgrenze, wird vor Testbeginn, im Abstand von 30 Tagen nach der Lagerung, die nicht den Angaben des Herstellers entsprechen, empfohlen. Die vom Hersteller zu beziehenden zusätzlichen negativen und positiven Kontrollen erfüllen die Anforderungen von positiven und negativen Testkontrollen in der täglichen Routineanwendung. Für jede Drogentype ist ein Kontrollset erhältlich, bestehend aus Positiv- und Negativ-Kontrollflüssigkeiten.
Testbeschränkungen: Dieses Produkt ist nur für den Nachweis von Drogen im menschlichen Urin bestimmt. Obwohl der Test sehr genau ist, kann es dennoch zu falschen Ergebnissen kommen, wenn die Urinprobe interferierende Substanzen enthält. Der Test ist als qualitativer Screening-Assey entwickelt worden und ist für eine quantitative Bestimmung der Drogenkonzentration oder dem Grad der Vergiftung (des Missbrauchs) nicht geeignet. Bestimmte Husten-Medikamente, einige Anti-Diarrhoe-Mittel und andere Arzneimittel, welche Opiate oder Opiat-Derivate enthalten, können ein positives Testresultat bei chemischen und immunologischen Untersuchungsmethoden erzielen. Ebenfalls können Nahrungsmittel, die Mohn enthalten, positive Testergebnisse aufweisen. Verfälschungsmittel wie Bleichmittel oder andere Oxidationsmittel, wenn sie dem Urin zugefügt werden, können unabhängig von der angewendeten Analysenmethode zu verfälschten unbrauchbaren Ergebnissen führen. Falls Verdacht einer Verfälschung oder einer Manipulation besteht, sollte mit einer Probe ein erneuter Test durchgeführt werden.

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