Occult Blood - h e m o FEC
3-Proben-Test auf okkultes Blut im Stuhl - Gebrauchsanweisung für den Arzt

Art. C1 99 - PZN 2663058 - 50 Briefchen mit 3 Tests á 2 Testfelder Art. C1 99-1 - PZN 2572226 - 1 Briefchen mit 3 Tests á 2 Testfelder
Methode: Modifizierter Guajak-Test nach Greegor
Ablesung: 30 sec bis 2 min nach dem Auftropfen der Entwicklerlösung auf die getrocknete Stuhlprobe
Auswertung:  JEDE BLAUFÄRBUNG, die 30 sec bis 2 min nach dem Auftragen der Entwicklerlösung auf die getrocknete Stuhlprobe eintritt, wird als POSITIVER Test auf Blut im Stuhl gewertet
Untersuchungsgut: Stuhlprobe
Reagenzien: Guajak auf homogenem Träger: Wirkstoff. (Guajakharz; mind. 0,05 mg pro Test)
Entwicklerlösung: Wasserstoffperoxyd in Alkohol. Wirkstoff: H2 02; 0,69g pro 20m1. Entwicklerlösungsfläschchen nach Gebrauch gut verschlossen aufbewahren, die Lösung verdunstet leicht
Reizend
 
Leichtentzündlich
R11 Leichtentzündlich / R36/38 Reizt die Augen und die Haut. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Behälter dicht geschlossen halten. Von Zündquellen fernhalten - nicht rauchen. Bei Berührung mit der Haut abwaschen mit viel Wasser spülen. Bei der Arbeit geeignete Schutzkleidung und Schutzbrille/Gesichtsschutz tragen. Bei Unfall oder unwohlsein sofort Arzt zuziehen (wenn möglich Anleitung mitnehmen)
Herstellung und Haltbarkeit:
hemoFEC Testbriefchen und Entwicklerlösung bei Zimmertemperatur (20° bis 25°C) vor LICHT und WÄRME geschützt aufbewahren.  Ablaufdatum beachten.  Das 3-Proben-Testbriefchen und die Entwicklerlösung sind gebrauchsfertig.
Hinweis: hemoFEC ist ein IN VITRO DIAGNOSTIKUM
Referenzbereich : Die Testergebnisse werden durch Ablesung 30 secRand der Stuhlprobe zeigt einen NEGATIVEN Test auf Blut im Stuhl an.
Hinweis: hemoFEC ist für die Vorsorgeuntersuchung zum Nachweis okkulter gastro-intestinaler Blutuligsquellen gedacht, die häufig mit kolorektalen Neoplasien in Verbindung stehen.  Ein Test auf okkultes Blut im Stuhl allein kann nicht als schlüssiger Beweis für deren Vorhandensein oder Nichtvorhandensein ange bis 2 min nach dem Auftragen der Entwicklerlösung auf jede getrocknete Stuhlprobe ausgewertet. JEDE BLAUSFÄRBUNG auf oder am Rand einer Stuhlprobe wird als POSITIVER Test auf Blut im Stuhl gewertet.  KEINE erkennbare Blaufärbung auf oder am sehen werden und kann eine diagnostische Abklärung nicht ersetzen (siehe "Untersuchungsgut").
Testprinzip: Durch das Auftropfen von Wasserstoffperoxyd auf die getrocknete Stuhlprobe im mit Guajak imprägniertem Testfeld wird Guajak durch die peroxidase-ähnliche Wirkung von intaktem Hämoglobin oxidiert und bildet eine charakteristische blaue Farbe. Der Test reagiert nur mit reinem Hämoglobin aus zerstörten Erythrozyten.  Ist Blut vorhanden, wird die Hämlolyse durch Substanzen im Stuhl, primär Wasser und Salze, gefördert.  ist so abgestimmt, dass eine erhöhte „Treffsicherheit" beim Nachweis von okkultem Blut im Stuhl erzielt wird, ohne dass physiologische Blutungen erfasst werden.
Testdurchführung: Die Zuverlässigkeit des Testergebnisses hängt sehr entscheidend vom Patienten ab.
Vorbereitung des Patienten:
Für die Erstuntersuchung ist üblicherweise keine besondere Vorbereitung des Patienten erforderlich.  Die diätischen Empfehlungen im Krebsfrüherkennungsprogramm sollten drei Tage vor Untersuchungsbeginn bis zum Ende der Testperiode beachtet werden. Möglichst schlackenreiche Kost essen (Gemüse, Salate, Vollkornbrot, Nüsse), damit eventuell vorhandene Läsionen eher zur Blutung angeregt werden.
Auf rohe oder halbrohe Fleisch- und Wurstwaren (insbesondere Tatar, Blutwurst) möglichst verzichten, da der Genuss bluthaltiger Nahrungsmittel zu einem positiven Testergebnis führen kann, obwohl keine Darmblutung vorliegt. Keine eisenhaltigen Präparate einnehmen, da hohe Eisenkonzentrationen falsch-positive Testergebnisse hervorrufen können. Hier ist eventuell auch Vorsicht geboten bezüglich neuartiger Multivitamin- und Eisenpräparate. Keine Vitainin-C-haltige Medikation einnehmen, da in seltenen Fällen Vitamin-C-Präparate (über 1 g Ascorbinsäure täglich) zu einem falsch-negativen -Testergebnis führen können.
Der Patient erhält sodann einen Umschlag mit 3 Testbriefchen und 9 Spateln zur Suhlprobenentnahme sowie eine Patienteninformation mit erklärendem Bildtext.
Vorbereitung der Testbriefchen
1. Bei Untersuchungsbeginn schreibt der Patient seinen Vor- und Zunamen sowie das Datum der Probennahme auf die Rückseite des ersten Testbriefchens.
2. Der Patient öffnet das Testbriefchen auf der Vorderseite (Patient hier öffnen).  Mit einem Spatel entnimmt er dem Suhl eine etwa linsengroße Probe und verstreicht diese innerhalb des linken umrandeten Feldes (A).
3.  Mit einem neuen Spatel entnimmt der Patient von einer anderen Stelle des Stuhls eine zweite Probe und verstreicht diese im mittleren Feld (B).
4 Der Patient entnimmt mit einem neuen Spatel wieder von einer anderen Stelle des Stuhls eine dritte Probe und verstreicht diese im rechten Feld (C).  Er schließt das Testbriefchen und bewahrt es vor LICHT und WÄRME geschützt auf'.
Der Patient verfährt genauso mit dem zweiten und dem dritten Testbriefchen an den nächsten zwei Tagen bzw. zwei aufeinanderfolgenden Stuhlgängen. Nach der dritten Probenentnahme werden die drei gesammelten Testbriefchen in den Umschlag gesteckt und umgehend an den Arzt oder das Labor zurückgegeben.
Auswertung des Tests durch Arzt oder Labor
1.  Lasche auf der Rückseite des Testbriefchens öffnen.
2.  1 bis 2 Tropfen  Entwicklerlösung direkt auf jede getrocknete Stuhlprobe in den mit Guajak imprägnierten Testfelder auftragen.
3.  Ergebnis nach 30 sec bis 2 min ablesen.

JEDE BLAUFÄRBUNG AUF ODER AM RAND AUCH NUR EINER DER NEUN STUHLPROBEN WIRD ALS POSITIVER TEST AUF BLUT IM STUHL GEWERTET, der einer diagnostischen Abklärung bedarf (siehe "Untersuchungsgut"). Um ein zuverlässiges Testergebnis zu erzielen, bitte folgende grundsätzliche Hinweise für Stuhltestbriefchen beachten: vor LICHT und WÄRME geschützt aufbewahren - direktem Sonnenlicht oder UV-Strahlen NICHT aussetzen - NICHT am offenen Fenster auswerten.

Auswertung des Tests : Beispiel für Untersuchungsgut


negativ
 - keine Blaufärbung

positiv
-
jede Blaufärbung innerhalb von 30 sec.

Zur Vorbereitung des Testbriefchens ist nur eine etwa linsengroße Stuhlprobe notwendig, die mit Spatel innerhalb des Testfeldes aufgetragen und verstrichen wird. Die Testbriefchen können unmittelbar nach dem Trocknen der Stuhlprobe ausgewertet werden.  Feuchte Stuhlproben weisen eine geringere Testempfindlichkeit auf, ebenso Stuhlproben, deren Entnahme länger als 12 Tage zurückliegt. Hände, Handschuhe und der Arbeitsbereich sollen frei von Blut sein.  In der Stuhlprobe können Blutungen aufscheinen, die z.B. von Hämorrhoiden oder Menstruation hervorgerufen worden sind. Solche Proben sind kein geeignetes Untersuchungsgut.  
Hinweis:

(a) Gastro-intestinale Läsionen können intermittierend bzw. wechselnd stark- bluten.
Ein positiver Test darf deshalb nicht wiederholt werden, um das Ergebnis zu überprüfen.
Ein negativer Test schließt aber ein Karzinom nicht aus.  Bei bestehendem Verdacht oder Bauchbeschwerden ungeklärter Ursache ist die diagnostische Abklärung erforderlich.
Es wird empfohlen, dass Stuhlproben von drei aufeinanderfolgenden Stuhlgängen entnommen werden.  Um die Wahrscheinlichkeit des Nachweises von okkultem Blut zu erhöhen wird weiters empfohlen, Proben von drei verschiedenen Stellen jedes Stuhlganges zu entnehmen.
(b) Werden bei einem positiven Test Hämorrhoiden gefunden, ist der Test nach Behandlung und Abheilung der Hämorrhoiden zu wiederholen. Das positive Testergebnis kann durch eine zusätzliche Blutungsquelle im Kolon hervorgerufen worden sein.
(c) Bei manchen Patienten kann die Einnahme von Medikamenten wie z.B. Aspirin, Indomethacin, PhenyIblutazon, Corticosteroide, Reserpine etc. gastro-intestinale Irritation oder okkulte Blutungen verursachen. Es sollte überlegt werden, ob die Einnahme dieser Substanzen während der Testperiode erforderlich ist.
(d) Bei Eisentherapien kann durch hohe Eisenkonzentrationen ein falsch-positives Ergebnis hervorgerufen werden.  Bei Anwesenheit von ca. 100 mg Eisen+3-Chlorid in 100g Probe zeigt sich eine deutliche Blaufärbung des Testfeldes.  Es ist daher empfehlenswert, während der Testperiode diese Therapien auszusetzen.
Untersuchungsgut - Hinweis 
(e) In seltenen Fällen kann die Einnahme von Vitamin-C-Medikation (über 1 g Ascorbinsäure täglich) durch die reduzierende Wirkung der Ascorbinsäure zu einem falsch-negativen Ergebnis führen.  Vitamin-C-Präparate sollten vor der Testperiode abgesetzt werden.
Diagnostische Maßnahmen bei positivem Test : (Auszug aus dem Merkblatt Nr. 13, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung vom Dezember 1976): "Vorgehen bei blut-positiven Stuhlproben.  Bei positivem Ausfall der Stuhlprobe (eine Probe oder mehrere Testbriefe positiv) sind folgende Maßnahmen unbedingt vom zuerst betreuenden Arzt einzuleiten.
Rektoskopie:
(1) mit vorausgegangener digitaler Austastung und Röntgenuntersuchung (2) des Dickdarms mit Hilfe des Doppolkontrastverfahrens.  Hohe Koloskopie: Eine Koloskopie sollte jedoch im allgemeinen nur dann durchgeführt werden, wenn durch die Maßnahmen 1. und 2. eine sichere Blutungsquelle nicht aufgedeckt werden konnte.
Literatur:  1.) Hammes, P. 11., Gnauck, R. und Hawle, H.. Deutsche Klinik für Diagnostik, Wiesbaden. FRG. Z (iastroenterol 1989; 27: 611-613.  2.) Porschen. R., Kruis, W. und Stroluneyer, G., Medizinische Klinik und Poliklinik, Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf, FRG. Klin.  Wochenschr. 1991; 69: Suppl. XXIIl: 60

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